T minus 5 Wochen 

Der Countdown läuft … davon! Ich würde euch ja gern detaillierter am Aus-und-Umzugs-Wahnsinn teilhaben lassen, allein! Die Zeit rennt mir davon. In drei Wochen sitzt der Gatte schon fast im Flieger und Weihnachten kommt ja auch noch. Und in fünf Wochen sind auch wir Mädels eine Wolke. Was?! Aber kein Grund zum nervös werden: Morgen ist der erste Umzugstag (?) und deshalb heute ein Update – quick and dirty!

– Der Kater: Gustaf, unser plus eins zur fünfköpfigen Familie, ist mittlerweile schon ausgezogen 😦 Das Umstellen diverser Möbel, Ausräumen, Kisten packen hat ihm überhaupt nicht gefallen. Er war ein miauendes, umherschweifendes Häufchen Ratlosigkeit. Und hat sich dementsprechend verhalten. Somit haben wir ihn bereits in sein vorübergehendes Zuhause übersiedelt: Meine Schwiegermama hat quasi wieder ein Baby im Haus und am Wochenende darf Gustaf mit meinem Schwager herumtoben. Ich glaube, es kommt im ganz gut gelegen. Er schläft dieser Tage sowieso viel. Und im Frühling, wenn’s ihm dann neben der Heizung auch zu warm wird, traut er sich auch bestimmt an die frische Luft 🙂 Ich bin fest davon ausgegangen, dass er mit uns mit auswandert, aber im Moment gönnen wir ihm die Ruhe, die er in seiner gewohnten „Sommerfrische“-Umgebung im Südburgenland genießt.

– Die Kids: Die Kinder sind fit *klopftaufholz* und das ist auch gut so. Weil Krankenstation wäre daheim jetzt gar nicht lustig. Die beiden Damen kommen mit den Veränderungen soweit gut klar. Die 3-Jährige fragt mich täglich, ob wir schon wieder was verkauft haben. Sie meint, sie stehe übrigens nicht im Angebot. Die Große hatte vor ein paar Tagen einen Zusammenbruch, weil ich zum zweiten Mal alle ihre Klamotten in ein anderes Regal geräumt (und dabei ungefähr auf ein Zehntel reduziert) habe. Zitat: „Mama, du sollst nicht andauern umräumen!!!“ Mit viel Geheul und Gebrüll. Das tat mir dann wirklich leid. 

– Die Wohnung: Es lässt sich momentan schwer erkennen, ob hier jemand ein- oder auszieht. Während ich sämtliche Kästen und Regale geräumt habe, aussortiert, ins carla übersiedelt, in Kisten gepackt oder sonstwo anders umverteilt habe, kümmert sich mein Mann um die Rückverhübschung der Wände: Sprich Löcher spachteln, neu ausmalen, Leisten anbringen. Solches Zeugs halt. Sieht auf den ersten Blick nach Zeitverschwendung aus. Ist es dann aber nicht. Sieht für die Wohnungsbesichtigenden gleich viel netter aus. Und auch ich hab‘ gar nicht das Gefühl, auf einer Baustelle zu wohnen. Morgen übersiedeln unsere in Österreich verbleibenden Habseligkeiten ins Haus meiner Schwiegereltern, und dann wird’s hier erst mal richtig leer.

– Die Arbeit: Eigentlich wollte ich ja schon vor zwei Wochen von mein erstes Date beim AMS erzählen, aber, ja, dann kam halt wieder alles andere dazwischen. Ausführlicher dazu also vielleicht noch, wenn das Wochenende vorbei ist 😉 Jedenfalls, mit guter Vorbereitung bin ich jetzt mal gut angekommen in der Phase der „Arbeitssuchenden“. Bin wirklich begeistert. Hoffentlich sind die KollegInnen in den Niederlanden dann auch so hilfsbereit, wenn’s drauf ankommt. Jetzt bin ich mal hauptberuflich Umzugskoordinatorin und bestens geübt im Checklisten aufstellen (und dann verlegen), Pläne schmieden (und dann verwerfen) und im Rund-um-die-Uhr-selbst-eingeteilt-sein. Also kommt schon mal alles zu meinen Pluspunkten im CV.

– „Und wie fühlst du dich?“ Frag ich mich auch alle paar Tage mal. Aber irgendwie kommt da noch nichts raus. Manchmal schüttelt’s mich heftig. Und ich fühl mich überfordert, verloren, verrückt. Aber es bleibt an der Oberfläche. Ich weiß, ich muss noch ein paar Tage funktionieren. Zumindest bis alles in trockenen Tüchern ist. Und dann ist vielleicht wieder Zeit um wirklich zuzuhören, was da drin abgeht. Aber bis dahin, bleiben die Rollos unten.

– Familienleben: Der Alltag geht trotzdem so gut wie möglich weiter. Die Mädels sind im Kindergarten, verbringen noch viel Zeit mit ihren Freunden und planen auch die ein oder andere Übernachtungsparty. Wo vor Kurzem noch unsere Couch zu Hause stand, haben wir eine Kuschelecke gebastelt. Überhaupt bieten die neuen Möbelkonstellationen und Freiflächen in der Wohnung viel Platz für neue Spielideen. Am Wochenende waren wir zum ersten Mal Eislaufen, beim Tanzkurs geben sie auch noch mal voll Gas. Ich versuche Abends zu kochen (Mittags schaffe ich es grad mal eine Fertigsuppe warm zu machen) und die Zeit mit den zweien draußen beim Radfahren zu genießen. 

– Weihnachten: In einer Woche ist Heiliger Abend und außer den Geschenken für die Kinder habe ich nichts. Okay, fast nichts. Aber normalerweise bin ich um diese Zeit komplett fertig, habe alle Karten geschrieben, verschickt und sogar die ersten Sachen schon hübsch verpackt. Für Weihnachtsdekoration war auch keine Zeit mehr, Kugeln etc. schon verpackt. Gut, dass wir dann ein paar Misteln im Park gefunden haben und Papiergirlanden der Kleinen aus dem letzten Kindergartenjahr. Alles also ganz reduziert heuer. Ich freue mich, wenn wir uns dann nächste Woche eine Auszeit gönnen. Vom Chaos hier. Vom werkeln, organisieren, denken, checken. Mit Stille und Familie. Mit glänzenden Augen und roten Wangen. Und wer weiß, vielleicht reicht’s doch noch für ein bisserl Schnee am 24. Dezember.

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