Fietsen 

Tag zwei in Den Haag und wir sind schon mobil: Es folgt der obligatorische Blogpost zum fietsen. Welkom, bakfiets!

Nein, es ist kein Stereotyp: Die Holländer fahren wirklich alle mit dem Rad. Überall hin. Mit dem Surfbrett unterm Arm zum Strand. Oder mit dem Maxi Cosi Aufsatz in die Krippe. Und wenn ihr’s wissen wollt, ich versteh auch total warum. Man braucht nur ein paar Tage hier sein, um die vielen Vorteile der abgasfreien Fortbewegung auf zwei (oder manchmal auch mehr) unmotorisierten Rädern zu erkennen.

Glücklicherweise verkaufen unsere Vermieter gerade ihr bakfiets, die niederländische Marke für Lastenfahrräder. Bevor wir also noch in unser Häuschen einziehen, dürfen wir uns schon von den lieben Nachbarn den Schlüssel fürs Rad holen und düsen ab sofort durch die Stadt. Zu Fuß gehen wird da schnell mal überflüssig 😉

Mit dem fiets kommt man überall hin: Überland aber auch in der Stadt ist man unabhängig von Busfahrplänen oder dem Feierabendverkehr auf der Straße. Radwege gibt es überall, die meisten Einbahnen sind auch für Radfahrer in die andere Richtung geöffnet. Abstellflächen gibt es auch überall und Fahrradshops für Zubehör und schnelle Reparatur sowieso. 

Den Kindern machts Spaß. Im bakfiets wird geplaudert, gekudert, gejausnet, geschlafen, die Stadt entdeckt und auch der Strand. Abends am Heimweg dürfen auch schon mal die Luftballone mitfliegen. Ich hoffe, die Mädels wollen noch selbst in die Pedale treten, wenn ihre Räder nächste Woche mit der Spedition aus Wien kommen 🙂

Die Niederländer sind übrigens sehr kreativ wenn es um die Nutzung von Vorder- und Rückseite des Fahrrads gibt. Vorne haben auch normale Zweiräder oft einen Transportkorb bzw. ein Gestell wo sich zumindest ein, wenn nicht sogar zwei Kindersitze montieren lassen. Auf dem Gepäckträger haben viele einen Bügel montiert, der ausgeklappt wird und mit einem passenden Polster schnell einen bequemen Sozius bietet. Ganz nach dem Motto „een fiets voor alle“ 😉

Die ein oder andere Schrecksekunde hatten wir schon. Gestern zum Beispiel, als wir am Spui (große Einkaufsstraße im Zentrum von Den Haag) den Radschlüssel fürs bakfiets verloren und das erst bei der Rückkehr zum Rad bemerkt haben. Aber netterweise hat jemand den Schlüssel gut versteckt und trotzdem sichtbar bei einem Laternenpfosten deponiert. Dem edlen Finder sei Dank! 

Meine Oberschenkel haben sich auch schon an das tägliche Workout gewöhnt. Ich gehe davon aus, dass ich bis zum Frühling wieder mal weitere Hosen brauche 😀

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