Happy one month!

Mit Babies feiert man ja auch jeden kleinen Schritt. Warum sollten wir das also nicht auch tun?

Ich hatte es mir fest vorgenommen, zum ersten Monatsjubiläum unserer Ankunft in Den Haag (gestern korrekterweise) etwas ganz Besonderes zu machen. Wäre auch fast so gekommen. Wenn da nicht ein batzen Husten und Schnupfen dazwischengekommen wäre und oh ja auch noch ein Kleinkind mit Speiberei. Also war’s gestern dann doch nix mit dem Mädelsausflug nach Amsterdam. Macht nix. Rennt nicht davon.

Trotzdem feiere ich heute den Monatstag ein wenig nach. Ganz still und heimlich. Zu Hause vom Küchentisch aus (der super zusammengeräumt ist), mit meinem cafe latte in der Hand und noch ein paar Minuten freier Zeit, bevor das Kind wieder von der Spielgruppe abgeholt werden möchte.

Also, mit Paukenschlag und Trompeten! Was wir in einem Monat schon alles geschafft haben:

– (Fast) alle Kisten sind ausgepackt oder zumindest so gut verstaut, dass sie niemandem den Weg beim Schuheaus- und Anziehen, beim Gang aufs Klo o.ä. versperren. Alles was jetzt noch in einer Kiste lungert brauchen wir in den nächsten drei Jahren bestimmt auch nicht. 

– Ich habe eine niederländische Handynummer mit Vertrag und Internet und allem drum und dran. Was für ein Freiheitsgefühl, wenn man nicht mehr vom WLAN im Café abhängig ist.

– Bankkonto und Karte check! 

– Ich kann unsere Postleitzahl auswendig. Das ist hier fast so wichtig wie die SV-Nummer. Die PLZ ist so einmalig wie ein Fingerabdrück. Ich schwöre. 

– Nach vier Wochen stimmt jetzt auch meine E-Mail Signatur endlich wieder 🙂

– Ich habe mich für einen Niederländischkurs angemeldet, der morgen los geht. Ich kann in dutch bis zehn zählen, grüßen, ja, nein, bitte, danke sagen und fürchte mich nicht mehr, wenn die Verkäuferin mich in ihrer Landessprache anspricht.

– Ich habe schon einige Dutzend Fahrradkilometer auf den Beinen, kenne die wichtigsten Verkehrsrouten für meinen Alltag und bin an der Ampel nicht (immer) die Letzte.

– Die Mädels werden langsam mit den Kindern hier warm und die ersten play dates sind auch schon geplant. 

– Im Supermarkt finden wir fast alles ohne Übersetzung auf der Einkaufsliste. Und die Kinder wissen, wer Albert Heijn ist.

– Der erste Abend mit unserer kroatischen Babysitterin ist erfolgreich verlaufen. Die Kinder wollen sie wieder haben. Auch wenn sie meinen, sie seinen für einen Babysitter eigentlich zu alt.

– Ich habe Kontakt zu Menschen meines Alters, auch solchen, die nicht grad zufällig auch Kinder haben, und unterhalte mich auch über andere Dinge als Schuljause, cake sale und Putzplan. Okay, zumindest einmal in der Woche 😉

– Ich habe eine museumskaart mit einem Verbrecherpassfoto von mir drauf und einen Ausweis für die Bibliothek.

– Im März beginne ich eine neue Ausbildung, die ich schon immer machen wollte und jetzt traue ich mich endlich drüber. Lieber was tun statt auf ein Geschenk des Himmels (oder der Behörden oder des Arbeitsmarktes) warten. 

Ich könnte jetzt natürlich auch eine Liste anhängen mit all den Dingen, die wir noch NICHT geschafft haben. Aber wer will das schon lesen? Ich am allerwenigsten 😀 Und schließlich brauchen wir ja noch ein paar Beschäftigungen und Ziele für die nächsten Wochen, Monate und Jahre.

Home Sweet Home 

Manchmal drückt mich das Heimweh schon ordentlich. So wie am Wochenende, mit dumpfem Schädel und keiner Mama oder Freundin, die mal eben einen Krankenbesuch machen könnte (und mir erklärt dass ich bitteschön im Bett bleiben soll anstatt einen auf sozial zu machen). Oder wenn die Kids in Wien Geburtstagsfeiervideogrüße schicken und Cecilia wie gebannt aufs Handy starrt. Aber dann hilft mir nur der Gedanke daran, dass wir euch genauso fehlen. Und dass wir uns umso mehr freuen werden, wenn wir all das wieder miteinander in echt teilen können.

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